Es war eine bittere Niederlage, die die Seniors der Kornwestheim Cougars am Samstagnachmittag einstecken mussten. Mit 26:29 unterlagen die Gastgeber den Neckar Hammers auf dem heimischen Rasen hinter der Osthalle. Dabei hatten die Zeichen in der ersten Halbzeit noch auf einen zweiten Heimsieg der Cougars in der noch jungen Saison gedeutet.

Vor allem die Offense der Berglöwen startete stark in die Partie. Souverän führte Quarterback Lukas Widera seine Recken übers Feld. Ein präziser Pass auf Tight End Alexander Fingerle brachte die Offense der Cougars vor die Endzone der Gäste aus Villingen-Schwenningen. Wide Receiver Maximilian Fischer machte den Sack schnell zu. Ein kurzer Pass von Widera und der Receiver trug den Ball in die Endzone.

Wo die Offense stark gestartet hatte, wollte auch die Defense der Cougars nicht nachstehen. Mit einer Menge Druck auf den gegnerischen Quarterback nahmen die Verteidiger den Neckar Hammers die Mittel. Linebacker Steffen Bornhäusser schickte die Offensive der Hammers frühzeitig vom Feld. Bornhäusser fing den Ball der Hammers ab und trug in kurz vor die Endzone der Gäste. Die Gelegenheit konnte die Offense der Cougars auch prompt verwerten – diesmal erzielte Tight End Kim Weiß den Touchdown. Nach erfolgreichem Extrapunkt gingen die Cougars mit 13:0 in Führung.

Doch so schnell wollten sich die Neckar Hammers nicht geschlagen geben. Ein solider Drive brachte die Gäste übers Feld. Mit einer guten Kombination aus Pass- und Laufspiel fanden die Hammers nach und nach ihre Mittel gegen eine starke Cougars Defense. Ein kurzer Lauf durch die Mitte belohnte die Gäste mit ihrem ersten Touchdown des Spiels. Die Cougars hingegen legten noch eine Schippe drauf. Kurz vor der Endzone der Gäste entwickelte sich ein regelrechtes Red-Zone-Drama. Mit nur einem Yard zum Touchdown wollte sich in der Defense der Neckar Hammers einfach keine Lücke auftun.

Volle vier Versuche brauchte Kornwestheims Quarterback Lukas Widera um die verbissen verteidigenden Hammers zu überwinden. Am Ende erwies sich wiederum ein Pass auf Alexander Fingerle als das probate Mittel. Nach einem sauberen Catch saß auch der Extrapunkt und die Gastgeber bauten ihre Führung zum 20:6 aus. Ein weiterer Touchdown der Hammers beendete die erste Hälfte des Spiels. „Wir haben den Gegnern viele Möglichkeiten geschenkt“, resümierte Cougars-Coach Vito Mandir in der Halbzeitpause.  „Das muss aufhören, wir dürfen keine Fehler mehr machen.“

Anfangs sah es so aus, als würden die Cougars besagte Fehler auch abstellen. Nach einem guten Drive trug Runningback Patrick Scholz den Ball in die Endzone der Hammers und baute die Führung der Cougars zum 26:12 aus. Ab da wollte aber nichts mehr funktionieren. Die Hammers antworteten mit einem Touchdown ihrerseits und fanden so den Anschluss. Weitere Fehler warf die Offense der Cougars immer wieder vom Feld. Gegen die immer stärker werdende Defense der Hammers fand Widera einfach keine Mittel mehr. Zwar konnten die Cougars ihre Gegner im darauf folgenden Drive noch einmal zurückwerfen, doch mit einem spektakulären 30-Yard-Field-Goal war für die Neckar Hammers wieder alles offen. „Ab da war es eine Frage der Nerven“, sagt Mandir. „Wir haben die Partie einfach aus der Hand gegeben.“ Zu allem Überfluss war es die Defense der Hammers, die die letzten Punkte erzielte. Ein Verteidiger der Gäste fing den Ball ab und trug in souverän in die Endzone der Cougars und brachte seine Mannschaft zwei Minuten vor Spielende in Führung. „Das war wirklich bitter. Wir haben in der zweiten Hälfte aber einfach zu viele Fehler gemacht“, erklärt Mandir.    

 

Fotos:

Angela Kächele

Berthold Mede